Der Sinn des Reisens besteht darin, unsere Phantasien durch die Wirklichkeit zu korrigieren.
Statt uns die Welt vorzustellen, wie sie sein könnte, sehen wir sie wie sie ist. Samuel Johnson (1696 - 1772)
sumumdiewelt | 27 Februar, 2009 20:57
Hola,
was im Leben von guatemalesischen (?) Busfahrern so alles schief gelaufen ist weiss ich nicht aber es kann doch nicht so schlimm sein, dass man sich mit vollem Bus versucht das Leben zu nehmen. Jedenfalls weiss ich jetzt was Motionsickness ist (Wie heisst das denn im deutschen? Bewegungskrankheit? Klingt eher nach der deutschen Nationalmannschaft unter Erich Ribbeck). Nun ja ich bin heute also die Panamericana, die wohl beruehmteste Strasse der Welt, in einem sogenannten Chickenbus, hinuntergebraust und hab nicht nur einen Adrenalinstoss durchlebt. Wer bei der Panamericana an eine gut ausgebaute Autobahn denkt hat weit gefehlt. Serpentinenfeldweg passt besser.
Waehrend der gesammten Fahrt sass uebrigens ein zugeknoteter Sack neben mir der quick- und Grunzgeraeuche von sich gegeben hat und auch wenn man das Schwein nich sehen konnte, riechen konnte man es definitiv. Irgendwie muss man ja das Abendessen nach Hause bekommen.
Am Samstag fahre ich uebrigens von hier, mit Uebernachtung in San Salvador, nach Managua, der Hauptstadt von Nicaragua, wo ich mich mit Christoph treffe. Die Fahrt dauert grade mal 24 Stunden...ausgepraegte Kinderkacke nach Indien.
Nun aber zurueck in die Vergangenheit. Nachdem Mareike nach ueberstandendem Klumpfuss das Krankenhaus verlassen konnte sind wir zusammen an den See Atitlan, genauer nach San Pedro gefahren wo ich fuer eine Woche, mit ueberschaubarem Erfolg, eine Spanischschule besucht habe. Mein Sprachtalent duerfte ja Grenzuebergreifend bekannt sein. Nach einwoechigem fleissigen Hausaufgaben machen bin ich dann weiter nach Xela gefahren um den hoechsten Berg Zentralamerikas, den Volcan Tajumulco, zu besteigen.
Los ging es um 6 Uhr morgens mit dem Bus zum Fuss des Vulkanes und von da am ersten Tag bis ins Base Camp. Dort hiess es dann Feuerholz sammeln, Lagerfeuer machen und Zelte aufbauen. Das ganze wohlgemerkt bei ungemuetlichen Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes. Nach einer kurzen, arschkalten Nacht ging es dann um 5 Uhr am naechsten Morgen los den Gipfel zu erklimmen. Zwischenzeitlich dachte ich ich muesste einen Reinhold Messner Gedenkzeh opfern. Puenktlich zum Sonnenaufgang waren wir dann auch oben, auf 4220 Metern und haben die wunderschoene Umgebung betrachtet. Dort oben war es nochmal ein paar Grad kaelter und zudem wehte ein eisiger Wind.
Da ich ja schon laenger mit neuen Fotos schuldig geblieben bin hier also was Anschauliches aus den letzten Wochen.
Halong Bay...leider im Nebel
witzige Steine
El Granato ist auch an Bord
Sonnenuntergang am Santa Monica Beach, Californien
Mein "Klassenzimmer" in Guatemala...hier hab ich Spanisch gelernt
Sonnenaufgang auf dem Volcano Tajomulco
Die frierende Bergsteigergruppe
Ich auf dem hoechsten Punkt Mittelamerikas
Und nochmal meine Wenigkeit gaaaaaaaaaanz oben
Der Krater des Volcan Tajomulco
Bis bald
El Granato
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